Ich sitze gerade am Windowslaptop meiner Schwester, die sich gerade auf der Arbeit befindet. Nach einer Stunde einrichten habe ich es jetzt geschafft, dass sowohl mein Macbook Pro, ihr Windowslaptop und mein iPhone via Kabel BW ins Kabelinternet kommen. Allerdings waren dafür einige Tricks und Kniffe nötig.
So finde ich es zum Beispiel unter aller Sau, dass heutzutage kein WLAN-Router (mit integriertem Modem) mitgeliefert wird, wenn man Neukunde bei Kabel BW irgendeinem Internetprovider ist, sondern lediglich ein einfaches Kabelmodem. Im Ernst, heutzutage haben doch die meisten Menschen das Bedürfnis, kabellos ins Netz zu kommen, was soll das also, ein einfach Modem mit einem 1m „langen“ Ethernet-Kabel an den Laptop anschließen zu müssen, um ins Internet zu kommen? Und vor allem: warum dann nur ein Ethernet-Anschluss? Selbst in einem Singlehaushalt hat man doch vielleicht mehr als ein Gerät, mit dem man ins Internet möchte. Was soll diese Beschränkung also? Ich habe keine Lust, mir noch x andere Geräte anschaffen zu müssen, nur, damit ich einen gewissen Komfort und eine gewisse Nutzungsmöglichkeit habe!
Ich habe jetzt meinen Mac per 1m-EthernetKabel an das Modem gehängt, dort die Internetfreigabe aktiviert und nun könne so alle anderen Endgeräte via WLAN ins Internet. Blöd ist nur, dass ich es nicht schaffe, diese Internetfreigabe zu verschlüsseln. Im Prinzip kann also jetzt jeder über die Internetverbindung meiner Schwester über meinen Mac ins Internet. Dumm gelaufen.
Ich habe übrigens auch versucht, ihren Laptop ans Modem zu hängen und dort die Internetfreigabe zu aktivieren, sodass ich diesen Blogeintrag auf meinem Mac schreiben und dabei auf der Couch sitzen kann - das hat jedoch nicht funktioniert, da der Mac sich einfach nicht mit dem am Windowlaptop eingerichteten Adhoc-Netzwerk verbinden wollte.
Was lernen wir daraus?
- Schließe nie einen Internetvertrag bei einem Anbieter ab, der dir nur ein billiges Kabelmodem andrehen will und so nicht mit der Zeit geht, da kabelloser Zugang nicht „von Haus aus“ unterstützt wird.
- Erziehe deine Schwester in der Hinsicht, dass sie bereit ist, für bequemes Surfen Geld auszugeben. Sie empfindet 30 EUR für einen Billig-WLAN-Router nämlich als „zu teuer“.
- Benutze einen Mac, wenn du möchtest, dass etwas funktioniert. Mit Windows wird es garantiert nicht klappen, selbst wenn die zu erfüllende Aufgabe noch so einfach scheint (Stichwort: Internetfreigabe).
- Habe immer ein 10m LAN-Kabel auf Lager, du weißt nie, wann du es brauchen könntest. Auf kaltem Fließenboden Internet einzurichten macht keinen Spaß und kann für schlimme Krankheiten sorgen.
- Verschlüsselungen sind toll, wenn sie funktionieren.
- Schreibe Blogeinträge niemals an einem anderen Rechner als an deinem eigenen, wenn du dich nicht dauernd vertippen und deine typografischen Ansprüche durchsetzen willst.
- Listen sind toll, vor allem, wenn man sich über gewisse Dinge aufregt. So wirkt immer noch alles strukuriert, obwohl du grade alles durch die Gegend werfen könntest.
Hm, man kann ja bei KabelBW für 30€ nen WLAN Router mitbestellen. Gut finde ich dabei, dass man selbst entscheiden kann, ob man einen haben will oder net.
Bei Alice wärs nämlich so gewesen, dass man zwangsläufig einen WLAN Router für 30€ mit bestellen muss. Deshalb hab ich da mein Internet nicht bestellt. Ich muss zwar auch einen WLAN Router kaufen, aber ich wollte selbst entscheiden, welchen ich will. Da möchte ich keine 30€ für ein Gerät ausgeben, das ich nicht haben will.
Julian
PS: Soll ich dir nachher ein längeres Netzwerkkabel mitbringen?
@Julian: Also bei mir war nirgends die Option geboten, dass ich einen haben möchte, sonst hätte ich mir ja scho gedacht, dass da was nicht stimmt und was fehlen könnte.
Meine Schwester ist da recht anspruchslos, bei ihr isses nur wichtig, DASS sie keine Kabel braucht und nicht welcher WLAN-Router nun genau sie davon erlöst.
P.S.: Musst du nicht, meine Mutter schickt ihr Montag eins mit der Post her. Ist zwar meins, gammelt aber auch schon ewig zuhause ungenutzt rum. Besser als das 1m-Kabel isses allemal, wenn auch nicht das Optimum.
Am Mac kann man verschlüsselte Internetfreigabe einschalten, die meisten Anbieter liefern WLAN-Router mit – manche vielleicht zu einem Aufpreis vielleicht, aber der ist winzig –, mit Windowsrechnern kannst du genau so gut eine Internetfreigabe erstellen.
@PattaFeuFeu: Zur Internetfreigabe am Mac: kann da nur WEP auswählen, was mir zu unsicher ist. Und selbst wenn ich es auswähle, kriegt der Laptop meiner Schwester keine Verbindung aufgebaut. Bei dem Anbieter war halt kein WLAN-Router dabei und ich erinnere mich, wie gesagt, nicht daran, dass ich einen hätte auswählen können. Und der Mac kam nicht in das Netz rein, das der Windowsrechner bei der Freigabe emuliert hat. Keine Ahnung warum, aber ne Verbindung war nicht möglich, meinte der Mac. Wohl gemerkt hab ichs da nur mit Verschlüsselung probiert.
Bei der Telekom hättest du einen WLAN-fähigen Router bekommen.
@bono01 wenn du ihn mitbestellst. Genauso hätte man bei KabelBW einen mitbestellen können. Aber es ist ja viel einfacher die Schuld beim Provider zu suchen als zuzugeben damit jemand einfach keinen WLAN Router bestellt hat… Ist sogar detailiert aufgelistet.
Und in Windows die Internetverbindung freigeben dauert 30 Sekunden (WPA2)
.
@blu_tom: Also ich habe, wie gesagt, während des Bestellvorgangs keine Möglichkeit gefunden, einen WLAN-Router auszuwählen. Das ist meine persönliche Erfahrung, ich kann nicht sagen, obs vllt. noch eine andere Möglichkeit gibt.
Ich weiß, wie man unter Windows die Internetverbindung freigibt. Aber was kann ich dafür, wenn der Mac diese Verbindung aus irgendeinem Grund nicht nutzen kann? Andersherum hat es eben wunderbar funktioniert. Eben auch meine subjektive Wahrnehmung.
@Katharina: Bei Hardwareoptionen, den WLAN Router auswählen dann gibts für 30,- EUR nen D-Link Billig Router oder „ISDN“ als Telefon Option wählen und ne Fritz!Box Cable erhalten
.