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Kuchen backen für Verpeilte

Anders weiß ich mein gest­ri­ges Vor­ha­ben Erleb­nis nicht zu beschreiben.

Ich musste eine Klei­nig­keit im Penny mei­nes Ver­trau­ens ein­kau­fen und da sah ich sie: eine Back­mi­schung mit dem Namen „Schwe­di­sche Blau­beer­torte“. Ich dachte an kühle Sahne, leckere Bee­ren und konnte nicht wider­ste­hen. :-d

Aus irgend­ei­nem Grund war ich aber der fes­ten Über­zeu­gung, ich könnte die­sen Kuchen backen, ohne im Besitz einer Back­form geschweige denn eines Hand­rühr­ge­rä­tes zu sein. Eigent­lich dachte ich ver­mut­lich gar nicht dar­über nach. Ich weiß auch nicht, im Nach­hin­ein kann ich mir das auch nicht mehr erklä­ren…
Jeden­falls kaufte ich alle benö­tig­ten Zuta­ten, in der Annahme, mein Onkel hätte das benö­tigte Zube­hör sicher da. Doch weit gefehlt: so gern er auch kocht, geba­cken hat er noch nie etwas. Dem­ent­spre­chend stand ich nun da: alle Zuta­ten + Back­mi­schung vor­han­den, aber nichts, womit man den Kuchen anrüh­ren konnte. Mist.

Also zu real gefah­ren und dort für 16,99 EUR das bil­ligste Hand­rühr­ge­rät erstan­den. Außer­dem noch für 6,99 EUR eine 26cm-Backform. Zurück­ge­fah­ren, den Teig fer­tig ange­rüht (ich hatte es näm­lich vor­her schon mit einem Schnee­be­sen ver­sucht – glaubt mir, das funk­tio­niert nicht). Fest­ge­stellt, dass man nach den 25 Minu­ten Back­zeit den blö­den Kuchen noch ne Stunde lang aus­küh­len las­sen muss. Na gut, in der Zeit konnte dann der Bee­ren­mix, den ich (natür­lich tief­ge­fro­ren!) gekauft habe, auftauen.

In die­ser Stunde habe ich dann noch Rührei mit Bacon und Früh­lings­zwie­beln fabri­ziert, wozu ich mei­nen Onkel am Tag zuvor ein­ge­la­den hatte. Im Eifer des Gefechts mit der Pfanne habe ich mir dann noch eine dicke Brand­blase am Dau­men zuge­zo­gen. Eigent­lich wollte ich mei­nen Onkel ja mit der Bee­ren­torte über­ra­schen, aber das konnte ich jetzt ja nun auch ver­ges­sen, nach­dem die Torte mit der Cremé (die ich neben­bei auch schon ange­rührt hatte), den Bee­ren und dem Guss (der irgend­wie nur aus dem abge­tropf­ten Bee­ren­saft, etwas Was­ser und komi­schen Back­mi­schungs­pul­ver, das sich nicht lösen wollte, bestand) noch­mal 2 Stun­den in den Kühl­schrank muss. Also hab ich die Torte nun über Nacht im Kühl­schrank gelas­sen, damit JAAA nichts schiefgeht.

Das Ergebnis: meine schwedische Blaubeertorte!

Das Ergeb­nis: meine schwe­di­sche Blau­beer­torte! :-)

Im Gro­ßen und Gan­zen kann ich also behaup­ten, noch nie so ver­peilt, aber gleich­zei­tig so glück­lich gewe­sen zu sein. Ihr soll­tet auch mal spon­tan auf die Idee kom­men, eine Torte (selbst als Back­mi­schung!) zu backen, ohne dar­über nach­zu­den­ken, ob ihr das eigent­lich könnt und ob es zeit­lich passt… ich freue mich jeden­falls auf heute Abend, wenn die Torte ver­kös­tigt wird. In die­sem Sinne: guten Appe­tit! :-)

6 Kommentare

  1. Ich glaube, das ist beim Backen und Kochen das Ziel: Es irgend­wann blind zu tun, ohne dar­über nach­zu­den­ken, ob man es kann oder ob es gelingt. Nur Übung kann hier wei­ter­hel­fen ;-) Es gibt übri­gens auch schwe­di­sche Apfel­tor­ten :-O ) Oder die Waldmeister- Frisch­kä­se­torte, siehe Ein­träge bei mir aus dem Mai.

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