permalink

2

Tutorial: Kugelpanorama (mit Photoshop CS5)

Heute möchte ich euch gerne eine Tech­nik vor­stel­len, die es erlaubt, Pan­ora­men auf eine ganz andere Art und Weise dar­zu­stel­len — näm­lich als Kugel­pan­orama.

Was das ist? Ein Bei­spiel dafür zeigt das Arti­kel­bild (von dem ich noch her­aus­fin­den muss, wie es bei RSS-Feeds mit­ein­ge­bun­den wer­den kann). Wiki­pe­dia erklärt es zudem so:

Equi­rec­tan­gu­lare zwei­di­men­sio­nale Bil­der bil­den in der ver­ti­ka­len Bildachse 180° Bild­win­kel ab. Sie kön­nen in ver­schie­de­nen Pro­jek­ti­ons­for­men vor­lie­gen: […] im equi­rec­tan­gu­la­ren For­mat mit einem Sei­ten­ver­hält­nis von genau 2:1. Bei [die­ser] Pro­jek­ti­ons­art wird das Bild einer den Stand­punkt umge­ben­den vir­tu­el­len Kugel so auf eine Flä­che pro­ji­ziert, wie die Ober­flä­che der Welt­ku­gel auf die Welt­karte. (Quelle)

Alles, was ihr dafür braucht, ist ein wenig Zeit, ein nor­ma­les Land­schafts­pan­orama (am bes­ten 360°, wobei alles andere auch irgend­wie geht, solange sich die Enden irgend­wie ver­bin­den las­sen) und Pho­to­shop (wobei GIMP auch gehen sollte).

Erklä­rung am Beispiel

Ich selbst habe heute auch erst erfah­ren, wie man diese Art von Bil­dern in Pho­to­shop nach­bauen kann, für den unglaub­lich unwahr­schein­li­chen Fall, dass man nicht Besit­zer des dafür not­wen­di­gen Spezial-Fotoequipments ist. :-d Also habe ich mir ein ein Pan­orama geschnappt, da ich selbst kei­nes zur Hand hatte, und es ein­fach mal ver­sucht.
Wich­tig: Wenn ihr das nach­ma­chen und im Nach­hin­ein auch ver­öf­fent­li­chen wollt, emp­fehle ich euch, ein selbst geschos­se­nes Foto zu benut­zen — sonst gibts am Ende noch Streit wegen des Urhe­ber­rechts!
Ich habe mich aus die­sem Grund für ein Foto von wiki­pe­dia ent­schie­den (an die­ser Stelle: danke an Kars­ten Dörre für die schöne Auf­nahme von Regens­burg!), da ich keine Lust auf irgend­eine Abmah­nung habe.

So sieht also unser „Aus­gangs­ma­te­rial“ aus:

Uferpanorama Regensburg

( Link zur Quell­seite )

Und das hier habe ich dar­aus gemacht:

Vor­ge­hens­weise

Das quadratische, angepasste Panorama

Das qua­dra­ti­sche, ange­passte Panorama

Zuerst öffnet man das Foto in Pho­to­shop. Dort staucht man es dann auf die Breite der Höhe. Das bedeu­tet: ist unser Ori­gi­nal­bild 7.600 × 1.500 Pixel groß, resi­zen wir es zu 1.500 × 1.500 Pixel.

 

Unser Foto, nachdem es um 180° gedreht und der Filter Polarkoordinaten angewendet wurde

Unser Foto, nach­dem es um 180° gedreht und der Fil­ter Polar­ko­or­di­na­ten ange­wen­det wurde

Danach dreht man das ganze Bild um 180°, sodass die „gequetschte“ Stadt auf dem Kopf steht.
Als nächs­ten wäh­len wir nun den so genann­ten „Polarkorrdinaten-Filter“ (zu fin­den unter Ver­zer­rungs­fil­ter). Dort muss der Radio­but­ton vor „Recht­eckig -> Polar“ gewählt sein. Nach einem Klick auf „OK“ sind wir dann auch schon fertig!

 

Fein­ar­beit

Wenn man ein 360°-Panorama genutzt hat, soll­ten die Enden jetzt so gut wie per­fekt zusam­men pas­sen. Hat man ein sol­ches aber nicht zur Hand, muss man sich ein paar andere Kniffe bedie­nen.
Ich habe es bei die­sem Bild bei­spiels­weise so gemacht, dass ich die eine Hälfte des Bil­des kopiert, gespie­gelt und über die andere Seite gelegt habe. Dann habe ich mir einen guten Übergang gesucht, und dort die Stel­len weg radiert, damit es gepasst hat. Je nach Ver­wen­dungs­zweck muss man dies mehr oder min­der sorg­fäl­tig tun, für meine Zwe­cke hier hat es aber eine Arbeit von ca. 40 Minu­ten getan.

Wenn ihr den letz­ten Schritt mit mei­nem Ergeb­nis ver­gleicht, wer­det ihr sehen, was ich wo ver­än­dert / ange­passt habe.

  • Der Part mit der Brü­cke ist zu einem Teil weg­ge­fal­len; ebenso wie das Ufer, wel­ches durch wei­tere Häu­ser ergänzt wurde.
  • Zudem habe ich mei­nen „Pla­ne­ten“ dann noch etwas gedreht, damit er schö­ner aussieht.
  • Den Him­mel musste ich natür­lich auch noch ent­spre­chend anpas­sen, damit der Helligkeits- und Farb­ver­lauf des Bil­des passt.
  • Das Was­ser, das sich im Zen­trum des Pla­ne­ten befin­det, habe ich durch eine „Sonne“ auf­ge­hellt, da mich der schwarze Fleck in der Mitte doch ziem­lich gestört hat.

Zum Schluss möchte ich an die­ser Stelle noch das Tuto­rial von Dirk als Bezug nen­nen, durch wel­ches ich hin­ter diese Tech­nik gekom­men bin.
Außer­dem würde es mich freuen, ein paar Werke von euch bewun­dern zu dür­fen! :-) Ich finde diese Dar­stel­lungs­art der Foto­gra­fie näm­lich total span­nend, daher wür­den mich eure Ergeb­nise bren­nend interessieren.

2 Kommentare

  1. Hallo Katha­rina. Schö­nes Tuto­rial.
    Ich finde sol­che extre­men, unrea­len Ver­än­de­run­gen ziem­lich genial, und werde es dem­nächst mal pro­bie­ren, mal sehen was dabei so raus­kommt :-)

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*