Heute möchte ich euch eines meiner Bilder präsentieren — einmal, wie es die Kamera aufgenommen hat und einmal, was ich daraus gemacht habe.
(links: vorher, rechts: nachher)
Vorgehensweise
Wie gehe ich nun bei solch einem Bild vor? Eigentlich bearbeite ich jedes Bild auf die selbe Weise, angefangen bei der Aufnahme des Bildes.
1. Die Aufnahme
Ich nehme generell alle meine Fotos als RAW und JPEG auf. RAW, damit ich das Bild komfortabler und ohne große Qualitätsverluste bearbeiten kann, JPEG, weil ich eine kleine Vorschau des Bildes im Windows-Explorer möchte, welche standardmäßig nicht enthalten ist.
2. Die Grobauswahl
Nachdem ich alle geschossenen Bilder auf den Laptop gezogen habe, öffne ich die JPEGs und schaue mir diese an. So wähle ich aus den vielen Bildern erst einmal die aus, bei denen die Schärfe, das Motiv, etc. passt (was man auf dem Kameradisplay vielleicht nicht immer genügend gut erkennen kann).
3. Die grobe Überarbeitung
Diese eben ausgewählten Bilder öffne ich dann wiederum in PhotoShop — allerdings in der RAW-Variante. Im Camera RAW von PhotoShop fange ich dann an, am Kontrast, der Helligkeit und anderen Grundeinstellungen herumzuschrauben — so lange, bis mir das Bild gefällt.
4. Das Feintuning
Wenn ich dann noch Korrekturen am Bild vornehmen muss, wie Dinge wegretuschieren, etc., öffne ich das Bild in PhotoShop selbst und nehme diese Korrekturen vor. Allerdings behalte ich das „Grundbild“, wie ich es jetzt habe, als Ebenenkopie immer bei.
Danach speichere ich das Foto einmal in Originalgröße und einmal mit einer Breite von 800 Pixeln, da sich dieser Wert als ein ganz guter für den Upload ins Internet herauskristallisiert hat. Als Dateiformat wähle ich JPEG (100% Qualität) und der Farbraum sollte sRGB sein.
Als PSD speichere ich meine bearbeiteten Fotos eigentlich nie ab, außer ich habe wirklich viele Korrekturen durchführen müssen (die vielleicht irgendwann einmal selbst noch mal korrigiert werden müssen). Aber an sich ist das die Ausnahme — was vermutlich auch daran liegt, dass ich selten Menschen fotografiere, und es bei diesen wohl am häufigsten der Fall ist, dass nochmal etwas nachkorrigiert werden muss.
Und somit bin ich mit meinem Ritual des Bearbeiten eines Bildes eigentlich durch. Ich denke, man kann voneinander immer noch etwas lernen, daher habe ich mich dazu entschieden, mein Grobritual mit euch zu teilen. Ich würde mich über Anmerkungen oder ähnliche Artikel von euch zum Thema freuen, wenn ihr denn selbst auch Fotos bearbeitet.





Hey
so, jetzt hast du auch einen Kommentar von mir
Übrigens:
Ich find das Bild total toll
Wuhu, danke für den Kommentar!
Danke, freut mich, dass es dir gefällt!
Ich find’s toll, dass mal jemand ein vorher-nachher Bild macht und sogar noch die einzelnen Schritte aufzeigt. Ich habe immer das Problem, dass ich die fertigen Bilder bei all den Fotografen da draußen auf Flickr sehe und habe mittlerweile fast den Anspruch, Bilder direkt so aus der Kamera herausbekommen zu wollen - was natürlich immer scheitert - und das nur, weil ich immer nur die Endergebnisse sehe, und nie das Ausgangsbild.
Vielen Dank auch für das Näherbringen deines Workflows! ich werde meinen denke ich mal dahingehend optimieren =)
Schon beeindruckt, wie sich der Eindruck, den ein Photo vermittelt, mit nur ein „paar“ gekonnten klicks verändert. Schöne, kräftige Farbe!
Gruß
h4wk
Pingback: Neues vom Web | My State of Art