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Ja, ich lebe noch.

Ich hatte in letz­ter Zeit ein­fach nur ver­dammt viel zu tun und auch nicht wirk­lich Lust/Muse zum blog­gen. Mir fehlt oft ein­fach auch die Inspi­ra­tion. Trotz­dem hier ein paar Gedan­ken­fet­zen, damit ihr wisst, was bei mir im Moment so los ist:

Foto­gra­fie­ren war ich schon ewigst nicht mehr, von daher kann ich euch da auch nichts Neues bie­ten. Das ein­zige an Fotos, was ich mehr oder weni­ger regel­mä­ßig pro­du­ziere, fin­det ihr auf Ins­ta­gram, hier ein Link zu mei­nen Fotos dort.

Seit letz­ter Woche haben wir zuhause DSL 16.000, was ziem­lich viel Spaß macht, wenn man bedenkt, dass ich fast die letz­ten 10 Jahre bei DSL light (384) rum­ge­krebst bin. In Wirk­lich­keit kommt hier nur was um die 12.000 an, aber das ist okay. Viel mehr als okay, ich gebe ja zu, ich liebe es. <3

Im Stu­dium haben wir ein gro­ßes Pro­jekt an die Hand bekom­men, wel­ches wir bis zum Ende des Semes­ters aus­füh­ren sol­len. Es beinhal­tet ein paar Filme und ein Web­por­tal, ich bin mal gespannt, wie das alles am Ende aus­se­hen wird. Ver­mut­lich werde ich hier dar­über berich­ten, wenn es etwas berich­tens­wer­tes gibt.

Ansons­ten bin ich jetzt in der letz­ten Theo­rie­phase mei­nes Stu­di­ums, die Woh­nung in Mos­bach ist gekün­digt und im Juli werde ich dort auch aus­zie­hen. Danach bleibe ich auf jeden Fall erst­mal bis Ende Sep­tem­ber in Darm­stadt, viel­leicht auch noch bis Ende des Jah­res (was wirk­lich schön wäre), viel­leicht aber auch nicht. Bewer­bun­gen habe ich übri­gens schon ein paar geschrie­ben, aber so wirk­lich Feed­back habe ich noch nicht bekom­men. Wenn ihr von jeman­dem wisst, dass die­ser jemand jeman­den kennt, der jeman­den kennst, der jeman­den sucht, der sich mit Web­de­sign, Social Media, Usa­bi­lity, Mar­ke­ting, Foto­gra­fie, etc. aus­kennt, wäre es schön, ihr wür­det mir Bescheid sagen. Am liebs­ten im Rhein-Main-Gebiet, weil es mir da doch ganz gut gefällt. Ande­res ist aber auch möglich.

Per­sön­lich geht es mir im Moment sehr gut, ich bin zufrie­den mit mir und den Men­schen um mich herum und es könnte so blei­ben. Oder mehr. Das wäre schön. :-)

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Adam Soboczynski: Die schonende Abwehr verliebter Frauen

Ein Buch, dass ich für einen Euro erwarb, aber des­sen Lese­probe mich sofort über­zeugt hat. Der Autor schreibt in wun­der­ba­ren Wor­ten über fol­gen­des (Klappentext):

Adam Soboczyn­ski erzählt von Män­nern und Frauen, die sich der hohen Kunst der Ver­stel­lung hin­ge­ben, der Intrige, der Blen­dung – im Beruf und in der Liebe. Wir sehen Men­schen in pein­li­chen und ver­füh­re­ri­schen Lebens­la­gen, Men­schen mit Zukunft oder doch nur Vergangenheit.

Das Buch beinhal­tet 33 kurze Geschich­ten, die – für mei­nen Geschmack – toll geschrie­ben, tief­grün­dig sind und sehr viel Weis­heit über­mit­teln. Wer sich für Psy­cho­lo­gie, die Gesell­schaft und die Hin­ter­gründe des Ver­hal­tens von Men­schen in diver­sen Situa­tio­nen inter­es­siert, der wird an die­sem Buch seine Freude haben. Zum Schluss noch ein tol­les, kur­zes Zitat aus dem Buch:

Was ist das Leben? Es ist ein Minen­feld.
Was die Ver­stel­lung? Bedin­gung unse­res Auf­stiegs.
Was ist die Liebe? Die schönste aller Täuschungen.

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Säuglings- und Kinderkrankenhaus Weißensee

Ich bin momen­tan in Ber­lin, bei Freun­den, und habe viel Spaß. Unter ande­rem waren wir ges­tern im Säuglings- und Kin­der­kran­ken­haus Wei­ßen­see, einem die­ser „Aban­do­ned Pla­ces“, wel­che im Moment sehr in zu sein schei­nen. Jeden­falls las ich schon desöf­te­ren auf magno­liaelec­tric von die­sen Orten.

Wir durch­kämm­ten also das Kran­ken­haus und mach­ten dabei einige Fotos. Die Ergeb­nisse gibts jetzt auf face­book und hier im Blog. Jeriko hat es auch schon ein­mal foto­gra­fiert und einige Details dazu in einem Blog­ein­trag festgehalten:

Das Säuglings- und Kin­der­kran­ken­haus Wei­ßen­see wurde als Ant­wort auf die Zunahme von Neu­ge­bo­re­nen am Anfang des 20. Jahr­hun­derts gebaut. Carl James Büh­ring hat 1909 das Kran­ken­haus ent­wor­fen und errich­tet, am 1911 öffne­ten die Tore. 1985 wurde ein wei­te­res Bet­ten­haus ange­baut, dass 1987 fer­tig­ge­stellt wurde und seit­dem eben­falls in Benut­zung war. Das Kran­ken­haus wurde am 1. Januar 1997 geschlos­sen und 2006 an einen Inves­tor ver­kauft, der in den nächs­ten Jah­ren auf dem Grund­stück ein Krebs­zen­trum errich­ten will. Ob das pas­sie­ren wird, mal sehen.

Hier nun also die Bil­der, wel­che an dem Tag dort ent­stan­den sind. Kom­men­tare sind immer gern gese­hen. :-)

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Staustufe Verstand und See der Gefühle.

Lange Zeit kam hier nichts mehr Neues, weil ich zur Zeit mit so vie­len ande­ren Din­gen beschäf­tigt bin und trotz­dem das Gefühl habe, nichts zu tun. Es sind die klei­nen Dinge, die einen auf­hal­ten, aber genauso sind es auch die klei­nen Dinge, die einen die Zeit ver­ges­sen las­sen, weil sie uns so sehr ein­neh­men, dass wir alles um uns herum ver­ges­sen und nur noch den Moment leben möch­ten. Weil sie so schön, so ange­nehm und so wun­der­voll erscheinen.

Alles, was einem wich­tig war, scheint auf ein­mal egal zu wer­den, da andere Dinge viel ein­neh­men­der erschei­nen. Einer­seits ist das schön, da es eine ste­tige Ent­wick­lung und Ver­än­de­rung bedeu­tet, ande­rer­seits ist es trau­rig, dass andere Dinge einen so durch­ein­an­der brin­gen kön­nen. Wo ist der eigene Wille, die eigene Beherr­schung hin? Alle bis­he­ri­gen, rou­ti­nier­ten Abläufe, wer­den durch einen ein­zi­gen Fremd­kör­per gestört – nur dass der Fremd­kör­per einem gar nicht so fremd erscheint. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das alles inter­pre­tie­ren soll. Es erscheint mir unmög­lich, die Situa­tion zu kon­trol­lie­ren – aber ande­rer­seits gibt es auch nichts zu kon­trol­lie­ren, denn die Ein­wir­kung des Fremd­kör­pers ist ja gewollt. Von mir, von ihm, egal.

Viel­leicht spricht aus mir gerade mehr Herz als Ver­stand, viel­leicht sollte ich ler­nen, auch mal auf mein Herz zu hören und den Ver­stand aus­zu­blen­den. Ab und zu. Jeden­falls mehr als sonst. Jedoch würde das bedeu­ten, dass ich die Zügel aus der Hand gebe, vom Ver­stand zum Her­zen, und in wel­che Rich­tung sich das Herz bewegt, ver­mag man nicht bestim­men zu kön­nen, da das Herz zu wild, zu frei, zu unab­hän­gig sein möchte. Wirk­lich zu sehr? Oder nur mehr, als mir lieb ist? Egal, was der Ver­stand sagt, das Herz schreit und tobt. Doch der Ver­stand ist immer noch da, wie eine unüber­brück­bare Hemm­schwelle für Gefühle aller Art, die es ein­fach nicht schaf­fen, die Stau­stufe „Ver­stand“, hin­ter der sich der Gefühls­see anstaut, zu über­win­den. Es muss erst irgendwo ein Leck ent­ste­hen, aus wel­chem Grund auch immer – viel­leicht, weil die Stau­stufe schon zu lange exis­tiert und mit der Zeit ris­sig wird. Viel­leicht, weil die Gefühls­flut ein­fach zu groß wird, und die Stau­stufe, also der Ver­stand, irgend­wann zu schwach und ein­fach über­flu­tet wird.

(c) flickr.com / JanneM

© flickr.com / JanneM

Über­flu­tet von Gefüh­len. Die Angst, die Kon­trolle zu ver­lie­ren. Das Was­ser ein­fach flie­ßen las­sen, aber nicht wis­sen, wel­che Wege es sich bahnt. Und wel­che Dör­fer viel­leicht unter der Was­ser­flut lei­den oder gar wei­chen müs­sen. Das alles macht mir mehr Angst, als Worte aus­zu­drü­cken ver­mö­gen. Trotz­dem soll das hier ein Ver­such eben des­sen gewe­sen sein.


Edit: Was ich gerade auf tum­blr dazu fand:

“I could have. What does this phrase mean? At any given moment in our lives, there are cer­tain things that could have hap­pened but didn’t. The magic moments go unre­co­gnized, and then sud­denly, the hand of destiny chan­ges ever­y­thing. But love is much like a dam: if you allow a tiny crack to form through which only a trickle of water can pass, that trickle will quickly bring down the whole struc­ture, and soon no one will be able to con­trol the force of the cur­rent. Love is a trap. When it appears, we see only its light, not its shadows.”
— Paulo Coelho (via)